Breitband im Landkreis - LKR Landesverband Niedersachsen
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Breitband – Grundlage der Digitalisierung

Der Erfindung des Computers folgte konsequenterweise das Bedürfnis einer Vernetzung der Rechner untereinander. Aus den chaotischen Anfängen heraus entstand 1989 am Genfer CERN der Prototyp des www. und mit der Entwicklung des ersten Browsers Mosaic war die Voraussetzung gegeben, 1993 das www. für alle zur Verfügung zu stellen.

Vom Telefonkabel zur Glasfaser – in anderen Ländern

Anfangs diente das Internet nur der Versendung von E-Mails und dem Betrachten von einfachen Webseiten. Diese Art der bequemen Kommunikation war ideal für die Ausweitung auf alle Lebensbereiche. Waren zuerst wenige kBit Übertragungs-geschwindigkeit über das bisherige Telefon-Kupfer-Leitungsnetz mit ISDN, ADSL und VDSL ausreichend, ist diese Technik heute am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Exakt an dem Punkt ist unseren Regierungen ein gravierendes Versagen zu attestieren. Die Etablierte Politik hat – nachdem der Bereitbandausbau zur „Chefsache“ erklärt wurde – Deutschland auf Platz 42 zurückgeworfen. In Deutschland dauert ein Download von 5 GB über 16 Minuten, in Liechtenstein knapp 3 Min. Deutschland liegt in der Internetfähigkeit hinter Bulgarien und weit hinter Ungarn.

Unter den „Deutschland-geht-es-gut-Parteien“ fällt unser Land seit Jahren kontinuierlich zurück. Gerade an der „letzten Milchkanne“ ist ein Glasfaseranschluss von größter Wichtigkeit, denn die „letzte Milchkanne“ hat zu oft auch keinem leistungsfähigen Mobilempfang.

Kein leistungsfähiges Mobilnetz, kein Breitband – kein wirtschaftlicher Erfolg

Breitband ist ein Standortfaktor!

Im südlichen Teil des Landkreises haben die dort ansässigen und steuerbringenden Mittelständler große Probleme, komplexere Angebote und Internetrecherche zu betreiben. In Handeloh z.B. hat es der Kreis innerhalb von 5 Jahren geschafft, Leerrohre zu verlegen – ohne das dazu notwendige Glasfasernetz.

Die bereits vor 5 Jahren eingestrichenen Fördermittel in Höhe von 16 Mio. Euro haben im Landkreis keinen einzigen Breitbandanschluss geschaffen.

Unsere Wirtschaft stellt sich im 21. Jahrhundert dem internationalen Wettbewerb, das muss sie leider zum großen Teil mit den Mitteln des 20. Jahrhunderts.

Breitband ist Informationsfreiheit

Der Medienkonsum der Gesellschaft wandelt sich, Streamingdienste und Mediatheken sind heute gefragter denn je. Sie lösen den vorgegebenen Programm-ablauf der Fernsehmedien zunehmend ab.

Portale wie z.B. Youtube oder Clipfish sind heute neben den nur durch das Internet abrufbaren alternativen oder ausländischen Medien mehr denn je eine wertvolle Ergänzung zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seinen Programmauftrag der Bildung und neutralen Berichterstattung zunehmend durch politisch einseitige „Berichterstattung“ ersetzt.

Das Breitband ist heute ein wertvoller Bestandteil zum Erhalt einer lebendigen und streitbaren Demokratie.

Breitband ist Lernen

Die Corona Pandemie hat die Mängel klar aufgezeigt: Deutschland ist unter den CDU/SPD Regierungen zum digitalen Entwicklungsland verkommen.  Unsere Schüler sind aktuell zur Erlangung der notwendigen Kompetenzen auf digitale Lernmittel angewiesen. Selbst wenn alle Lehrkräfte eine große Befähigung zum digitalen Fernunterricht mitbrächten, mangelt es in weiten Teilen an den fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten über eine leistungsfähige Internetverbindung. Die Ausstattung der Schulen sowie der Schüler mit fernunterrichttauglichen Computern ist ebenso wenig gelöst wie die Frage nach der notwendigen Softwareausstattung. Die Fragen der  IT-Sicherheit der Schulserver und Schulcomputer sowie der Wartung dieser IT-Infrastruktur sind ebenfalls nicht gelöst. Open Source Anwendungen und die notwendige IT-Kompetenz an den Schulen sind nicht vorhanden.

Zahlen und Fakten

Ranking der Download Kapazitäten (Stand: 2020)

Platz 1: Liechtenstein

Platz 6. Island 

Platz 10. Ungarn

Platz 17. Bermudas

Platz 20. USA

Platz 26. Rumänien

Platz 29. Litauen

Platz 31. Polen

Platz 36. Frankreich

Platz 37. Puerto Rico

Platz 39. Bulgarien

Platz 42.  Deutschland

Unser Ansatz:

Unsere Schüler sind von der digitalen Inkompetenz der staatlichen Stellen besonders betroffen. Sie bekommen nicht nur einen mangelhaften Unterrichtsersatz, die Vermittlung der notwendigen IT-Kompetenz fällt völlig aus.

Für viele unserer Mitbürger ist das Wirrwarr der Breitbandangebote sowie die Konfrontation mit einer bisher unbekannten Technik einfach nicht mehr überschaubar. Diese bewusst so gestaltete Geschäftspolitik ist für den digital nicht vorgebildeten Bürger nicht akzeptabel und unterläuft sein Bedürfnis nach Bildung sowie der Gestaltung seiner Informationsfreiheit.

Wir wollen:

• Internet aus einer Hand. Vorbild kann hier das Geschäftsmodell von Buchholz Digital sein.

• eine IT Kompetenz an den Schulen, sie muss schnellstens aufgebaut werden.

• höchste Priorität des Landkreises zum Ausbau eines Glasfasernetzes im gesamten Landkreis.

• Abschlüsse über einen Breitbandanschluss sollten nach Verlangen unter einer fairen und kundenorientierten Beratung stattfinden.

• Ein stringentes Controlling einer transparenten Vergabepraxis durch den Landkreis ist aufzubauen.

• Breitband ist Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Geschehen. Was immer der Kunde mit dem Breitbandanschluss anfängt: Es ist sein Recht, ein performantes Internet zu transparenten und fairen Bedingungen zu erlangen.

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